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Liebe Fotofreunde und Vortragsbesucher!

 

Ab Herbst 2022 sowie Frühjahr 2023 werden wieder Multimediashows von uns zu sehen sein. Abende mit "Wohlfühl" - Charakter; denn sie werden Sie in die wunderschöne PROVENCE führen! Als musikalischer Gast wird uns dabei der beliebte und bekannte französische Akkordeonspieler Maze Manu begleiten. Die vor Jahren gezeigte Show wurde von uns während der "Corona"-Pause völlig neu überarbeitet! Alle Infos dazu finden Sie bereits unter "Aktueller Show". Alle dazugehörigen Tour-Daten samt Eintrittspreise unter "Termine" (Änderungen vorbehalten). Wir würden uns sehr freuen, Sie bei einer Veranstaltung Ihrer Wahl wieder persönlich begrüßen zu dürfen. Bis dahin - bleiben Sie gesund und haben Sie einen schönen erholsamen Sommer!

 

Die neuen PROVENCE-Kalender 2023 sind eingetroffen! Zu finden auf der Shop-Seite unter der Ruprik: Wandkalender. Erhältlich sind sie dann aber auch direkt  bei allen PROVENCE-Veranstaltungen im Herbst (vor Ort etwas vergünstigt!).

 

                                                                               Neue Bilder gibt es in der Ländergalerie unter "North England" sowie unter "Tuscany"


 Eine Zusammenfassung der ORF Talk-Show "Barbara Karlich" , in der wir zu Gast waren, zeigen wir Ihnen gerne unter "Presse/TV-Berichte".

 

AUGUST 2022 - Scottish Borders

Rollende Hügel, stattliche Landsitze und Burgen prägen die Grenzregion zu England, die im Hoch- und Spätmittelalter heftig umkämpft war. Als die englischen Könige an der Eroberung Schottlands arbeiteten, war das Grenzland immer wieder ein Austragungsort von bewaffneten Konflikten. Heute versprechen die Scottish Borders Idylle pur und eine atemberaubende Naturlandschaft. Die Grenzlandregion zu England bietet wunderbare Wanderwege, besonders entlang der Landzungen und felsigen Klippen im St. Abb's Head National Nature Reserve. Der gleichnamige kleine Ort liegt malerisch an schroffen Klippen und dürfte eines der wenigen Fischerdörfer in Schottland sein, wo man tatsächlich kein Pub vorfindet. Dafür gibt es im kleinen Hafen leckeres Krabben-Baguette oder spicy smoked Salmon Sandwich, frisch und schmackhaft zubereitet. Inmitten dieses rauen Charmes, einer Brise Wind und dem Gekreische von Möwen ein ganz besonderes, kulinarisches Erlebnis!

JULI 2022 - Grafschaften Cumbria, Yorkshire und Northumberland, GB

40 Grad! Hitzerekord in Großbritannien! Allerdings nur bis zu unserer Ankunft. Genau am Anreisetag fielen die Temperaturen auf 18 Grad und bescherten uns massenweise Regen. 3 Wochen lang. Ausnahme: ein einziger Tag. Gefühlte 24 Stunden kam der Sommer retour. Dann folgten postwendend wieder kühle Temperaturen, Regen und Nebelfelder. War nicht gerade Hochsommer..? Wären nicht die Massen an britischen Urlaubern unterwegs gewesen, man hätte es nicht geglaubt. Unglaublich, was sich etwa im Lake District Nationalpark abspielte. Mit seiner Vielzahl an klaren Gletscherseen, seiner Bergwelt – die an die Highlands erinnert - und seiner tropischen Vegetation ist er DAS Urlaubsziel der einheimischen Bevölkerung. Die Gegend, von Einheimischen kurz „The Lakes“ genannt, wurde vor allem durch William Wordsworth bekannt, der sie in seinen Gedichten verewigte. Schon zu seinen Lebzeiten war er daher ein beliebtes Ausflugsziel der Briten. Noch heute leben die Menschen des Lake Districts vor allem vom Tourismus und der Zucht von Schafen.

Ruhe und Erholung findet man vor allem im nordwestlichen Teil des Parks. Dort warten auch charmante Dörfer mit kopfsteingepflasterten Straßen, urige Läden und geselligen Pubs. Sagte das Werbeprospekt. Vor Ort allerdings – ebenfalls alles überlaufen. Auch der Regen konnte die Engländer nicht stoppen. Den ist man ohnehin gewohnt. Hier jedoch besonders.. Ein Tag ohne Regen in dieser Landschaft? Kaum möglich! „Wir sind im Lake District“ sagte uns ein Schafsbauer beim Schließen seines Feldgatters und bestätigte, auf was uns schon die Einreisebehörde am Flughafen grinsend aufmerksam machte: „Where are you going? Oh, to the Lake District..? Really..?!? There`s a lot of rain; every day; you know..?! I hope, you can see the mountains! They are beautiful! But, when it`s raining…”

Niemand hatte uns etwas vorgemacht, niemand hatte untertrieben. Und dennoch - es war mystisch schön! Trotz des Regens oder gerade deshalb! Feldsteinmauern, die Wurzeln uralter Bäume oder Fluss-Steine - alle waren mit saftig grünem Moos überzogen. Unmengen an Farne schmückten die Waldböden und man hätte glauben können, Fabelwesen an Lichtungen zu erblicken. Das Gurgeln eines Baches war immer irgendwo zu hören - oder das Blöken von Schafen. Anblicke und Geräuschkulissen, die einem gut taten! Für die persönliche Entschleunigung, für die innere Einkehr. Keine Frage: wir werden wiederkommen! Ganz bestimmt! Dann aber im Herbst, wenn es ruhiger ist. Die Berge sollen zu dieser Jahreszeit märchenhaft schön wirken - falls man sie sieht…

JUNI 2022 - Kroatien & französischer Akkordeonspieler

Leider fiel unsere geplante „Irland" – Reise ins Wasser. Unsere Tochter Jasmin bekam genau am Abflugtag einen positiven Corona PCR-Nachweis. 2 Tage zuvor fühlte sie sich ein wenig niedergeschlagen und hatte Halsweh. Insgesamt 5 Tests am Pfingstsamstag und Pfingstsonntag waren negativ. Pfingstmontag - als sie keine Symptome mehr hatte , sich gesund fühlte und wir uns nun auf Irland freuten, noch schnell ein letzter Test. Und der war eben (leider) positiv. Wohnmobil, Hotels und sämtliche Flüge stornieren, statt dessen Quarantäne für uns alle.. Roswitha und ich blieben allerdings wieder verschont – wie nun schon seit 2 ½ Jahren...

Die Zeit zuhause wurde eifrig mit telefonischen Sponsor-Gesprächen und der Finalisierung div. Grafiken für das Provence – Marketing verwendet. Gleichzeitig arbeiteten wir an Ideen für Franchise-Produkte und am Rahmenprogramm. Ein aus Frankreich stammender Akkordeonspieler sollte dies bereichern und mit seiner dazu passenden Live-Musik das Publikum allabendlich bei den Shows verzaubern. Man sollte durch ihn das Gefühl haben, sich gedanklich im Herzen der Provence zu befinden. Wir suchten lange, ehe wir fündig wurden und uns entschieden. Mit Maze Manu haben wir nun einen ganz großartigen Künstler gewonnen, der unsere Vorstellungen optimal umsetzt. Gleichzeitig passt er menschlich ganz wunderbar in unser Team!

Um den Kopf ein wenig frei zu bekommen, ging es nach dem „Hausarrest" einige Tage nach Kroatien. Eine wunderbare (Aus)Zeit wie immer!

MAI 2022 - Vorbereitungen "PROVENCE" - Multimediashow

Arbeitsintensiv gestalten sich die Vorbereitungen zur neuen „PROVENCE“-Show, mit der wir ab Herbst 2022 auf Tour gehen. Die Programmierarbeiten am PC sind zwar längst fertig - auch das Manuskript steht – doch warten nun Unmengen von grafischen Arbeiten. Plakate, Banner und Flyer müssen entworfen und PR-Texte aufgesetzt werden. Neue Wand- und Tischkalender werden angedacht. Dazu kommen die vielseitigen Aktualisierungen auf der Homepage mit technischen Neuerungen. So besteht erstmals die Möglichkeit, Karten direkt auf der Termin-Seite bestellen, kaufen und ausdrucken zu können. Ein wichtiger Schritt für die Zukunft, damit für Besucher der Kartenzugang erleichtert wird… Stunden an Telefonaten verstreichen, bis auch alle Tour-Partner informiert, erreicht und über die neue Tournee in Kenntnis gesetzt werden. Die letzten beiden Jahren habe dbzgl. viele Veränderungen gebracht, die abgeklärt werden müssen. Und natürlich gibt es dann auch noch die Suche nach neuen Sponsoren, was Corona nicht gerade vereinfacht. Doch es ist spannend und macht Spaß, auch wenn sich nicht immer alles so umsetzten lässt, wie man es gerne möchte. Doch Ideen werden diskutiert und an der Umsetzung wird gebastelt. So freuen wir uns schon auf den Herbst. Wenn alles steht und es losgehen kann. Mit teils neuen Mitarbeitern, jeder Menge Motivation und einer wundervollen Show, die man einfach nur genießen sollte…

APRIL 2022 - Toskana

Die Zeit flog dahin – Ostern stand vor der Tür. Roswitha und Jasmin waren in die Toskana nachgekommen, alles hatte wunderbar geklappt. Die Wiedersehensfreude am Flughafen in Florenz war groß; von mir und unserem Hund! Für Baku (Name unseres Hundes) war sein „Rudel“ somit wieder vereint, er fühlte sich überglücklich!

Der Zustrom an Touristen steigert sich bis Ostern hin fast täglich. Noch eignet sich die Karwoche gut für Trips in die kleineren, überschaubaren Orte. Jene Dörfer also, wo das Toskana-Feeling unserer Meinung nach am intensivsten spürbar ist. Über die Feiertage verändert sich das Bild gravierend. Die Parkplätze überfüllt, die Gassen auch. Nichts für uns.. Zuviel los.. Von überall kommen die Italiener nun angereist. Um gemeinsam mit Bekannten Ostern zu feiern oder um mit ihrer Familie selbst schöne Tage zu verleben. Gibt es wunderbares Wetter (wie diesmal), wird es teils richtig eng. Auf den Straßen, in den Restaurants , an den Cafe -Tischen oder bei einer der vielen Weinverkostungen umliegender Weingüter. Glaubt man den Winzern, scheint er in den herrlichen Hügeln der Toskana besonders gut zu reifen.

Nach den Feiertagen nimmt der Zustrom langsam wieder ab. Langsam... Man spürt deutlich, wie nun mehr und mehr Urlauber ankommen. Aus Deutschland, aus der Schweiz, aus Österreich, aus den Niederlanden, den USA. Per Flugzeug, mit Mietauto, eigenem Pkw oder den beliebten Wohnmobilen.

Roswitha und Jasmin hatten diesmal bereits den Rückflug in Anspruch genommen. Das Gymnasium wartete. Für mich sollten sich noch 2 weitere Wochen ausgehen. Glücklicherweise.. Die Landschaftskulissen waren dafür verantwortlich! Denn nun überzogen intensive gelbe Rapsfelder die vielfältige Naturlandschaft. Abermals Motive ohne Ende. Wenn man hier nicht seine fotografische Passion ausleben kann, wo dann..? Um ehrlich zu sein, würde es aber auch sonst genügend Gründe geben, sich hier wohlzufühlen, nicht wahr?!

MÄRZ 2022 - Mauritius & Toskana

Nach der Rückkehr aus Mauritius mussten die Koffer gar nicht erst verstaut werden. Es gehörte nur die Sommerbekleidung auf Frühlingsbekleidung getauscht. Und mit wärmeren Jacken für Kaltwettereinbruch vorgesorgt. Dann konnte es in die Toskana gehen – für mehrere Wochen. Das (mein) Leben fühlte sich wieder wunderbar an! Für die erste Zeit reiste ich jedoch alleine – nur mit unserem Hund als Begleitung. Frau und Tochter sollten knapp 3 Wochen später per Flugzeug nachkommen. Österreich hatte lt. umfangreicher Tests noch immer eine hohe Zahl an Omikron -Neuinfektionen (wenn auch der Großteil der Menschen nur leichte oder gar keine Symptome aufwies), in Italien stiegen die Zahlen durch diese neue Variante ebenfalls. Also galt es: Hausverstand einschalten, gewisse Grundregeln beherzigen und – es konnte losgehen. Nach obligatorischer Zwischennächtigung in Caorle (bei beißend kaltem Wind(!)) erreichte ich nach insgesamt 9 Stunden Anreise diese mir schon so vertraute Gegend – die Crete Senesi. Gemeinsam mit dem anschließendem Val d`Orcia-Gebiet, dass zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, ein ganz besonderer Fleck auf unserer Erde! Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – (fast) unübertroffen! Wie gut der Anblick doch jedes Mal tut. Kann man nicht beschreiben… Mein Herz vollführte Freudensprünge!

In diesem Jahr schienen die Felder grüner, das Gras saftiger, die Konturen weicher, die Hügel sanfter. Die ersten Pflaumen – und Marillenbäume standen in voller Blüte; der Raps schien sich noch zu gedulden. Die Bauern bestellten die Felder, säten aus; der Frühling hielt Einzug!

Immer wieder überrascht es mich, noch stets neue, unbekannte Motive in diesen weitläufigen Tälern zu entdecken. Sie liegen versteckt; in „the middle of nowhere“ – um es auf Englisch auszudrücken. Es sind Schotterwege, die mich hinführen. Oft mit Schlaglöchern übersät, bis sie mir diese Recherche-Fahrten ins Hinterland belohnen. Nicht immer sind sie erfolgreich, aber spannend allemal. Und sie wecken meine Neugier. Von den Bundesstraßen aus unmöglich zu sehen, wo sie enden oder ob es Sinn macht, sie zu befahren. Und ob man sein Auto diesen Strapazen aussetzen möchte… 2x blieb ich schon hängen, musste ital. Freunde oder Bekannte anrufen, mich aus dieser Misere zu befreien. Ich lernte daraus, mich niemals mehr nach Regen auf ein solches Wagnis einzulassen. Enden sie in den meisten Fällen ohnehin unspektakulär, doch gelegentlich wird man mit großartigen Kulissen oder Anblicken dafür belohnt..

FEBRUAR 2022 - Kroatien & Mauritius

Es hielt uns nicht lange zu Hause… Nochmals Porec – nochmals das gleiche Quartier. Nur diesmal bei Schönwetter… Logische Folge: es war noch fantastischer als 2-3 Wochen zuvor! Ausgedehnte Spaziergänge entlang der umliegenden Lagunen am Meer, gesäumt von schattigen Kiefern, dazu eine frische Brise und wärmende Sonnenstrahlen. Zu guter Letzt: Kaffeegenuss an der Strandpromenade – wie gut das doch tun kann! Man hört und liest nichts von Corona; schaltet ab, entzieht sich dem permanenten medialen Angst – Panik – und Hysterie Modus. Wenn auch nur für wenige Tage…

Längst galt unser Fokus aber ohnehin dem Highlight dieses Monats: ein Fotoauftrag sollte uns nach Mauritius bringen! Was für eine wunderbare Perspektive..!!

Die Tage bis zum Abflug gipfelten in Unsicherheit. Glichen einem Wechselbad der Gefühle: nur nicht so knapp vor der Reise von Omikron angesteckt werden! Ein negativer Test war für die Einreise auf die Insel unbedingt erforderlich! Die Zahlen bewegten sich längst in der tiefroten Zone, die Bevölkerung war aufgebracht, gespalten, der Restriktionen müde. Auch die Fälle in den Schulen nahmen täglich zu und es wurde unablässig (weiter)getestet. Österreich entwickelte sich längst zum „Testweltmeister“. Allein in Wien wurden mehr Tests durchgeführt als in ganz Deutschland!

Große Erleichterung schließlich, dass es klappte und nach einem 10 Std. Flug mit Maske (nicht wirklich angenehm) das erhoffte Paradies! Doch statt Sonne diesmal Regen. Die Wetterprognose lies uns aufhorchen: ein Zyklon sollte in den kommenden Tagen die Insel erreichen. Das Schlechtwetter als Vorläufer…

Meine ganz persönliche (verrückte) Sichtweise dazu? Endlich wieder Leben pur!! Ein Hauch von Abenteuer..! Längst überfällig… Wie ich es doch vermisst hatte..!

Dann: Sturmböen von 145 km/h, eine aufgewühlte See, kräftige Regenschauer – das war`s… Nur Ausläufer streiften die Insel; der Zyklon trieb weiter Richtung Madagaskar. Nun waren Schönwettertage angesagt mit herrlichen Wolkengebilden am Firmament! Perfektes Fotowetter! Schon frühmorgens zwitscherten bunte Vögel zwischen den Palmenblättern, nahm die Kraft der Sonne von Stunde zu Stunde zu. Angenehme 30 Grad gab es durchschnittlich – und das während der eigentlichen Regenzeit, die jährlich mit Ende Februar beginnt. In dieser Phase sind auch Zyklone keine Seltenheit. 4-5 dieser tropischen Wirbelstürme suchen Mauritius jährlich heim.

Während Hurrikane sich über dem Atlantik bilden, entstehen Zyklone über dem indischen Ozean. Die Sonne heizt die Wasseroberfläche und die Luft auf. So verdunstet das Wasser und steigt mit der warmen Luft nach oben, wo sie sich mit kalter Polarluft vermischt. Dieser riesige Luftwirbel, der dabei entsteht, kann enorme Schäden anrichten. Im Jänner 2002 stürmte einer der stärksten über die Insel. Mit über 270 km/h verwüstete er ganze Landstriche, Korallenriffs und große Teile der Infrastruktur. Für Touristen besteht meist keine Gefahr. Die Hotels sind gut geschützt. Nur die Urlaubsfreuden werden mal um 2-3 Tage gekürzt, bis sich das Wetter schließlich wieder beruhigt hat…

JÄNNER 2022 - Porec/Kroatien

Jahreswechsel... Hoffentlich wird es wieder ein besseres Jahr! Die Pandemie samt Beschränkungen zerrt... Wir versuchen wie immer das Beste aus der Gesamtsituation zu machen. Dazu gehören einige Tage am Meer. Zum Seelenheil! Um abzuschalten - für unsere innere Ausgeglichenheit. Gesagt – getan. Auf nach Porec... Die Wetterprognose: ganz mies, nicht wirklich einladend! Wurscht... Kurz vor der kroatischen Grenze: dichter Nebel. Keine 10m Sicht. Vielleicht doch die falsche Entscheidung? Auch die Tageshöchstwerte werden 6 Grad nicht überschreiten. Wir bleiben dabei - jetzt ziehen wir es durch... Als wir eintreffen, ist es bereits stockdunkel. Konträr allerdings dazu unsere Gesichtsmimik, denn die zeigt sich hellauf begeistert: überaus herzliche Begrüßung der Gastgeberin, großartige Unterkunft! Wir sind begeistert! Auch von den nachfolgenden Tagen: endlich wieder am Meer zu sein, am Hafen entlang zu spazieren, neue Eindrücke zu gewinnen. Fisch zu essen, Kaffee zu trinken und dabei die Fischer zu beobachten. Wie sie ihren Boote wieder einen frischen Anstrich verleihen oder ihre Fischernetze entflechten. Tiiiief einatmen – ausatmen. Herrlich.. Es ist wenig los, kein Vergleich zu den Sommermonaten. Abends – beim Schlendern durch Poreč – sieht man noch Reste der Weihnachtsbeleuchtung. Die Romantik lässt grüßen... Viel zu schnell geht es wieder Richtung Heimat. Allerdings mit zwei festen Vorsätzen: 1) nach intensiven Wochen des Schlemmens muss eine Stoffwechselkur her und 2) wir kommen wieder! Schon demnächst..!!

DEZEMBER 2021 - Frau Holle lässt es schneien...

„Je kräftiger Frau Holle die Kissen und Decken schüttelte, umso schöner schneite es auf der Erde." So erzählen die Gebrüder Grimm das bekannte Märchen von „Frau Holle", an das wir uns alle wohl noch gut erinnern können.

Diesmal stand das Grazer Becken mitten im Geschehen! Und wie..! In den letzten Jahre meist sehr vernachlässigt, sorgte dichter Schneefall nun für ein verfrühtes steirisches Wintermärchen. Über Nacht hatte sich auch die Landeshauptstadt ein schneeweißes Kleid übergeworfen, sodass ich mich schon am Vorabend für Aufnahmen rüstete. Noch vor Sonnenaufgang wollte ich in der Stadt sein, bei morgendlicher Dämmerung.. Hieß mit anderen Worten: 4.45 Uhr Tagwache, bei Großteils noch umgeräumten Straßen und chaotischen Verkehrsbedingungen auf rutschigem Terrain so schnell wie möglich in die Innenstadt zu fahren. Bevor alles geräumt ist... Eisig kalt und zauberhaft schön – so erlebt man dann die Kulisse. Ein seltener Anblick... Im Geiste zog ich bereits meine Route, die ich wählen würde, während die ersten Bilder entstanden. Wo sollte es als nächstes hingehen? Welche Motive würden besonders zu Geltung kommen? Was wäre am wichtigsten..? Während ich Bild für Bild durchklickte und an all die Sehenswürdigkeiten dachte, beobachtete ich gleichzeitig voll innerlicher Unruhe, mit welch Fleiß und Arbeitseifer bereits überall geschaufelt wurde. Schneepflüge waren unentwegt unterwegs. Bedienstete und Geschäftsinhaber, welche die Fußgängerzone im Rekordtempo von den Schneemassen befreiten. So entwickelte sich für mich ein Wettlauf gegen die Zeit, zumal auch die so dekorative Weihnachtsbeleuchtung mit Tagesanbruch abgeschaltet wurde. Einfach nicht mehr annähernd so stimmig zur Geltung kommt. Nach unzähligen Kilometern kreuz und quer zu Fuß, dem ständigen Kampf mit nass werdenden Objektivlinsen durch Schneeflocken oder beschlagenen Lesebrillen war es aber geschafft: ein seltenes Ereignis war auf meiner Speicherkarte für die Ewigkeit festgehalten. So zog ich stolz mit einem Becher Coffee-to-go wieder von dannen; glücklich, diese Stunden effektiv genutzt zu haben..

NOVEMBER 2021 - Toskana

Toskana; das wievielte Mal..? Das 93-zigste, 94-zigste, 95-zigste oder 96-zigste Mal..? Hmm, weiß nicht so genau; wohl irgendwo dazwischen. Liegt aber nicht an meinem Alter oder der Vergesslichkeit! Sondern, weil es keine wirkliche Rolle spielt! Entscheidend ist einfach, wieder hier zu sein! Lebensgefühl zu inhalieren, Seelenfrieden zu spüren. Dabei jeden Hügel, jede Zypresse, jede Veränderung wahrzunehmen. Wie schon unzählige Male zuvor. „Schau, dort wird gerade wieder ein einsamer Hof umgebaut, die Laubbäume sind heuer noch wenig verfärbt, es ist ungewöhnlich mild für diese Jahreszeit, die umgepflügten Felder sind diesmal besonders fotogen…!“ Vergessen sind die lange Anfahrt, die herausfordernden letzten Wochen. Man freut sich auf neue Motive, liebe Freunde, vertraute Gesichter, nette Gespräche. Zeit zu leben, Träumen hinterherzujagen. Den Cappuccino zu schlürfen, während ein kräftiger Windhauch die Kastanienblätter über die kleine Piazza wirbelt, man den Kragen hochgeschlagen hat. „Ciao, Luigi! Hi David; Come va“?! – „Grazie, bene! E tu..?“- “Ora di nuovo meraviglioso!!!”

OKTOBER 2021 - Tournee und Südoststeiermark

Es konnte (endlich wieder) los gehen: das Tournee-Leben..

Bestens vorbereitet und geschultert mit einem „Rucksack“ an Covid-Sicherheitsmaßnahmen stürzten wir uns in die kommenden 3 Wochen. Im Gegensatz zu den vergangenen 20 Jahren wussten wir diesmal jedoch nicht wirklich, was uns allabendlich erwarten würde. War der Zeitpunkt, sich wieder auf Indoor-Veranstaltungen einzulassen richtig oder doch verfrüht? Standen Reise - Themen bereits im Fokus oder zeigte sich das interessierte Publikum noch zurückhaltend? Viele spannende Fragen mit Erkenntnissen, die erst die einzelnen Veranstaltungen beantworten konnten.

Heute wissen wir: es waren wunderbare Abende mit einem unglaublich fasziniertem Publikum! Und: es war die richtige Entscheidung! Zwar waren noch nicht alle bereit zu kommen, aber durch unser bestens geschultes Team, Sicherheitsabstände und gewissenhafte Kontrollen sorgten wir für entspannte Multimediashows mit viel „ Glücksgefühl und Wohlfühlcharakter“! Es war schön, wieder richtige Lebensfreude, Begeisterung, Herzlichkeit und eine Unmenge von Dankbarkeit zu spüren und entgegenzunehmen. Es tat den Besuchern gut, es tat uns gut…!

Herausforderungen wie der eine oder andere kurzfristige Standortwechsel aufgrund von Termin-Kollisionen und die ebenfalls kurzfristige Absage zweier Veranstaltungen aufgrund erhöhtem Sicherheitsrisikos waren zwar nicht geplant und schmerzlich, gehörten aber zum Wagnis. Schließlich hatten wir insgesamt 18 Monate zuvor Gelegenheit, Gelassenheit zu üben und uns auf plötzlich verändernde Situationen einzustellen. Außerdem gab es ja noch die Möglichkeit, an den freien Tagen auf „Fotopirsch“ zu fahren. Um Ablenkung zu finden. Runterzukommen. Luft zu holen. Den Gemütszustand zu beruhigen. Zweimal machte ich davon auch Gebrauch. Meine Erkenntnis? Auch das tat gut!

SEPTEMBER 2021 - Vrsar und Cornwall-Tournee

Ein letztes Mal Energie tanken in Vrsar, einem überschaubaren Touristen/Fischerort im kroatischen Istrien. Nochmals alles gedanklich durchgehen, überdenken, besprechen. Denn: wir bringen uns in Position, scharren in den Startlöchern…

Ab Ende September werden wir all jene 14 „Wales & Cornwall“- Multivisionen nachholen, die noch im Frühjahr 2020 dem Corona-Lockdown zum Opfer fielen.

Obwohl die Planungssicherheit eine wahre Katastrophe ist, unzählige Auflagen erfüllt werden müssen und die Zukunft niemand voraussagen kann, wollen wir nicht länger zuwarten. Wir wissen, dass zu den intensiven Vorbereitungen sich die tägliche Ungewissheit gesellt, sich auf neue, geänderte Maßnahmen einzustellen. Ob 1G, 2G oder 3 G, ein beschränktes Zuschauerkontingent sowie mit oder ohne Maskenpflicht: wir bleiben zuversichtlich und wollen ein Stück Normalität zurückbringen. Mit der aktuellen Multivision „Wales und Cornwall“ wollen wir Ihre Erwartungen nach Möglichkeit übertreffen und unserem Credo treu zu bleiben. Das für Sie heißen soll: sich bequem im Sessel zurückzulehnen, abzuschalten, den „Sehnsuchtsknopf zu drücken“ und mit wunderbaren Bildern und Geschichten in zwei verzaubernde Regionen reinträumen…

AUGUST 2021 - Steirische Bergwelt

Ob an stillen Bergseen oder hochgelegenen Almen: der Blick über die vielfältige Steiermark äußert sich wie eine „Waschmaschine" für das eigene Seelenheil. Man staunt und erfreut sich im Stillen über die herrlichen Ausblicke auf die heimische Bergwelt. Augen zu, tief durchatmen... Das Säuseln des Windes vernehmen, dem Summen von Insekten lauschen, das (fast) lautlose Herangleiten einer Entenfamilie hören, den Duft von Zirbenwald atmen...

Eine wunderbare Achtsamkeitsübung und ein perfekter Moment, sich an Peter Roseggers Worte zu erinnern: „Das Dasein ist köstlich. Man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen".

JULI 2021 - Toskana/Umbrien

Es gab Brände, Hitze, elendslange Staus bei der An- und Rückreise – doch vor allem wunderbare Eindrücke. Wie so oft fühlten wir uns unsagbar wohl! Wochenlang... Einmal mehr eine fantastische Zeit, die besonders nach den monatelangen Entbehrungen durch die Corona-Maßnahmen unglaublich befreiend wirkte. Uns begegneten wunderbare Menschen, Landstriche, die zu dieser trockenen Jahreszeit durch abgeerntete Felder oft an karge Mondlandschaften erinnerten und blühende Sonnenblumenoasen, die nicht enden wollten. Noch zu später Stunde pulsierte das Leben auf den Piazza kleiner Dörfer und mittelalterlicher Kleinstädte. Hörte man Lachen, sah Fußball spielende Kinder, eisschleckende Jugendliche, entspannte Eltern...

Wir recherchierten in Umbrien, suchten unser Glück in Gegenden der Toskana, die noch kaum überlaufen sind und erweiterten unser umfangreiches Fotoarchiv. Sei es durch Drohnenaufnahmen, Klischeebilder für Bildagenturen und Kalenderverlage oder durch morgendliche Spaziergänge durch die blumengeschmückten Pflastersteingassen verträumter Orte. Kurz nach Sonnenaufgang; wenn es noch kühl wahr; man kaum jemanden begegnete. Die getrocknete Wäsche hing noch an den Fenstern, die ersten Bäckereien öffneten, es roch nach frischem Pane und das monotone Geräusch plätschernder Brunnen verzauberte die Stille...

JUNI 2021 - Lust auf Mee(h)r

Lust auf: Fisch essen, Cocktail trinken, Meeresluft atmen, Möwen beobachten oder auf Spaziergänge - begleitet vom Sound der Wellen? Dabei mit ständigem Blickkontakt auf schaukelnde Boote, flirrende Olivenbäume oder Sonnenuntergänge...? Wer hat es nicht nach diesen wochenlangen Entbehrungen? Wir sind da keine Ausnahme..! Waren überreif, ausgehungert... Das Resümee: es tut gut; unsagbar gut! Wir haben es genossen, mit allen Sinnen! Reichhaltig; intensiv, behutsam, bewusst... Man fühlt sich wie neugeboren und findet wieder seine „Mitte", seine Spur. Nach dem Lebensmotto: „Lebe, Liebe, Lache!"

MAI 2021 - Kulinarische Weltreise

Es regnet… Wie so oft in letzter Zeit.. Das feuchte Wetter lässt wenig zu..

So zieht der sonst so frühlingshafte Mai recht unspektakulär vorbei. Ich finde keine Möglichkeiten für Landschafts-Aufnahmen; das schmerzt... Auch der Lockdown hat uns weiter im Griff. Mit all seinen Einschränkungen, Beschränkungen, Ausgangssperren… (Ver)Reisen ist nach wie vor nicht möglich. Wir wollen aber weg! Am liebsten gaaaanz gaanz weit! In andere Erdteile; die Sehnsucht danach ist groß; kaum zu stillen.. Wir denken nach; suchen nach Lösungen. Da kommt uns eines Abends DIE Idee: wenn wir uns schon nicht frei bewegen und in fremde Länder dürfen – warum drehen wir den Spieß nicht um..? Holen die Länder einfach zu uns nach Hause?! Kulinarisch gedacht… Reisen so um die Welt..?! Gemütlich und risikolos! Diese „Vision“ fängt Feuer; begeistert uns auf Anhieb! Wir beginnen unverzüglich zu planen: jeden 2. Freitag soll`s in eine andere Ecke unserer Welt gehen. Immer abends - mit einem dazu passenden Film. Der auf das Land ebenso Lust macht wie die Speisen! Die gute Laune kommt zurück..!! So starten wir: zuerst nach Schweden: 14 Tage später nach Griechenland. Wir „riechen“ das Meer, tanzen gedanklich Sirtaki und schmausen mit Genuss! Jetzt auf nach Frankreichs! Kochkunst und Esskultur vom Feinsten! Oh lala – Chapeau! Was für Gaumenfreuden! Das war`s vorerst mit Europa; Asien ruft! Köstlich… Und nun nach Mexiko – Caramba! Scharf und feurig war`s - inmitten von Mariachi- Volksmusik! Gut, dass es Tequilla gibt! Natürlich auch nach typisch mexikanischer Art! Wir haben Spaß und so soll es weiter gehen! Vorerst bis in den Sommer: Spanien, Chile/Argentinien, USA/Canada und Italien wollen wir noch „zu Hause begrüßen“ - dann sehen wir weiter!

APRIL 2021 - Barbara KARLICH Show

Einmal mussten wir ihr im Vorfeld leider schon absagen, aber bei der zweiten Anfrage klappte es: als Studio-Gäste in der ORF-Talk- Show von Barbara KARLICH. Eine nette und interessante Erfahrung, wie auch das Thema dieser Diskussionsrunde: "Tausche Alltag gegen Leben". Dabei ging es um private als auch berufliche Neuanfänge, die Suche nach dem richtigen Job bzw. seiner Berufung sowie um spannende/außergewöhnliche Werdegänge und Lebensweisen. Zu sehen am: Donnerstag, 8. April 2021, 16.02 Uhr, ORF 2!

MÄRZ 2021 - Flugaufnahmen/Räuchertradition/Schachblume

Lange musste ich darauf warten! Aber Ende März gab es doch noch den erhofften, ausgiebigen Neuschnee – zumindest in der Ramsau. Wochenlang hatte ich die Wettersituation per Webcam beobachtet, die Wettervorhersagen studiert..! Während (fast) alle Teile der Steiermark sich in diesem Winter über ungewöhnliche Schneeverhältnisse freuen konnten, schien es lange so, als ob gerade die sonst so schneereiche Obersteiermark von „Frau Holle“ ein wenig stiefmütterlich behandelt wurde. Gerademal ein paar Zentimeter der weißen Pracht überzogen die tieferen Regionen. Zu wenig für brauchbare Aufnahmen. Doch ich blieb zuversichtlich und wurde Ende März belohnt…

Einer Woche Schneefall folgten drei Bilderbuchtage mit azurblauem Himmel. Da aber zeitgleich auch frühlingshaftes Tauwetter einsetzte, wollte ich keine Minute ungenützt verstreichen lassen; nutze jeden Tag von früh bis spät für Aufnahmen. Am intensivsten und spektakulärsten erlebte ich dabei Tag 1: mit den ersten Sonnenstrahlen leuchteten die angestrahlten Granitgipfel des Dachsteinmassivs mit den tiefverschneiten Berghängen um die Wette, rustikale Almhäuser schienen sich unter der hohen Schneedecke zu verstecken. Alles wirkte jungfräulich unberührt. Keine Spuren menschlichen Daseins führten in diesen frühen Stunden zu unbewohnten, einsam liegenden Gehöften - eine Kulisse par excellence. Dem nicht genug, folgte das sehnsüchtig erwartete Highlight schließlich abends mit einem Flug über die verschneiten Alpen!

Den ganzen Tag hatte ich diesem Erlebnis schon entgegengefiebert. Inständig gehofft, dass dieses Traumwetter bis nach Sonnenuntergang durchhält. Mit einem kleinen, zweisitzigen Motorsegler sollte es auf 3500 m hoch gehen. Ich wollte die weitreichende Kulisse der Schladminger Tauern und das Wahrzeichen der Steiermark - den Dachstein - fotogen in Szene setzen. Dem „Transportmittel“ sah ich ein wenig mit Skepsis entgegen, da man in dem zweisitzigen Leichtflugzeug kaum Bewegungsfreiheit beim Fotografieren hat. Es gibt weder eine Tür zum Aushängen noch befindet sich der Flügel oberhalb des Sichtfensters. Einzig und allein eine kleine Lüftungsluke in der Glaskuppe ermöglicht es; das Foto-Objektiv durchzustecken, um Spiegelungen zu vermeiden. Doch es sollte zumindest einen Versuch wert sein…

Schon bald nach dem planmäßigen Start wurde es abenteuerlich; der Flug unruhig: es erwarteten uns starke Windböen von bis zu 90 km/h. Wie ein Spielball trieb uns der Wind oftmals dahin, schüttelte uns mehrmals kräftig. Zwischendurch krachten wir mit den Köpfen an die Decke, taumelte die Maschine von ordentliche Turbulenzen in kurze Luftlöcher. Ein heißer Tanz auf 9000 Fuß Höhe. Nicht empfehlenswert für Menschen mit Flugangst oder nervösem Magen. Die Kamera ruhig zu halten und dabei noch scharfe Bilder zu machen, glich oft einem Husarenstück. Doch die Ausblicke, das fantastische Licht , die Kulissen, die Szenerie mit frischem Schnee – einfach unbeschreiblich! Ich und Christoph, mein Pilot, waren begeistert! Zwischendurch mussten wir sogar lachen (oder war es etwa Galgenhumor?) , der spätestens dann in Erleichterung mündete, als wir bei Dämmerung wieder unseren Ausgangspunkt erreichten und trotz Seitenwind sicher landen konnten! Danke Christoph nochmals für Deine Souveränität und Deine Geschicke als Pilot!

Themenwechsel:

Das zu Ostern Geräuchertes Tradition hat, ist eine seit Jahrhunderten gepflegte Form der Fleisch-Konservierung. „Es dient auch gleichzeitig dazu, den Geschmack zu veredeln und ein unverwechselbares Aroma zu erzeugen!“ erklärte uns Peter in seiner urigen Rauchstube. Das alte Bergbauernhaus – seit Generationen im Familienbesitz – ist zwar seit 55 Jahren unbewohnt, doch zum Kochen und Selchen wird es noch sporadisch verwendet. An der Decke hängen unzählige gebeizte Fleischstücke, umgeben von dichtem Rauch. Die pechschwarze Tramdecke ist kaum noch zu erkennen. Gelegentlich legt Peter am offenen Herdfeuer frische Holzscheite -meist Kiefer und Birke -nach, sodass sich die grau-bläulichen Rauchschwaden besonders gut unter der Decke sammeln können. Das Foto-Shooting macht an diesem Tag viel Spaß. Das Flair und die Gegebenheiten sind nicht alltäglich, außerdem erfahren wir ganz nebenbei von Peter viel Wissenswertes über das Leben seiner Großeltern als Bergbauern. In meiner geplanten „Steiermark“- Show werde ich natürlich darüber berichten..

Wer kennt sie mittlerweile nicht aus sozialen Medien, Zeitungen oder Erzählungen - die berühmte Schachblume? Ein Naturschauspiel der besonderen Art! Blüht die “nickende Schönheit“ doch nur für kurze Zeit und lässt sich immer seltener blicken. Nur an drei Orten Österreichs ist sie auf Frühlingsspaziergängen noch anzutreffen; einer davon im Oststeirischen Hügelland. Da ich sonst zu dieser Jahreszeit immer im Ausland unterwegs war, freute ich mich diesmal ganz besonders, sie endlich persönlich bei unserem „Rendezvous“ kennenzulernen und ihre charmante Bekanntschaft zu machen…

FEBRUAR 2021 - Winteraufnahmen

Tausche Bühnenluft gegen Bergeshöhen. Notgedrungen... In einer Zeitphase, wo ich sonst jährlich am Podium stehe und auf Vortrags-Tournee bin, streife ich diesmal durch winterlich verschneite Almen. Weit vor Sonnenaufgang - auf Motivsuche. Begleitet von frostigen Winden, unter knirschenden Pulverschnee oder auf hartgefrorenen Schneefeldern Richtung Gipfelkreuz. Die Tage sind gut gewählt; auf den Wetterbericht verlass... In den Triebener Tauern, auf der Hölleralm, der Scheiblalm, dem Plankogel, in den südlichen Weingebieten, auf der Stubalpe oder auf der Mödring-Alm. Meine Kondition hat sich durch die Schneeschuhwanderungen erheblich verbessert, zum richtigen Bergfex werde ich es aber wohl nie schaffen. Die Last der Fotoausrüstung samt Drohne und Stativ drückt permanent auf die Schultern, erschwert das Gehen, lässt mich Keuchen. Stoßweise – nach kalter Luft ringend. Immer etwas unter Zeitdruck, sollte doch früher aus dem Bett... Außer Atem versetzt dann aber auch die aufgehende Sonne: das kurze Zeitfenster, in dem sich die weiße Pracht lila verfärbt. Die Farben besonders intensiv sind und die Landschaft unwirklich erscheint. Als ob sie glühen würde... Es sind genau jene Momente, wo für mich nur das hier und jetzt zählt... Tranceartig, einem leichten Rausch gleichend... Leben pur – in seiner schönsten Form! Langsamen Schrittes geht es später wieder zurück. Richtung Auto.. Eile ist nicht mehr angebracht. Nun genieße ich auch den Abstieg, verweile hier und da ein wenig, blicke mich um, bin dankbar: über die Kulisse, mein Leben, meinen Beruf, über den Aufwand der sich lohnte, die investierte Zeit, das frühe Aufstehen und das gründliche Recherchieren im Vorfeld. Es hätte ja auch anders kommen können...

JÄNNER 2021 - Projekt "Steiermark"

Die Weinebene. Ein Skigebiet auf rund 1660m ü. A., dass durch eine Alpenpass-Straße die beiden Bundesländer Steiermark und Kärnten verbindet und heuer reichlich Schneegenuss bietet. Das ist nicht immer so…

Also nutzten wir diese Gegebenheiten für Aufnahmen inmitten herrlicher Natur. Laut Wetterprognose sollte man spätnachmittags ein schönes, sanftes Licht erwarten dürfen. Außerdem gab es in der Nacht zuvor verbreitet Neuschnee. Was sich optisch gut macht, ist allerdings meist mit Kraftanstrengungen verbunden. So sorgte der frische Pulverschnee beim Gipfelanstieg nur für ein mühevolles vorankommen. Trotz Schneeschuhe.. Oftmals beschwert durch kräftige, kalte Windböen, die uns Tränen in die Augen trieben. Den Kopf geneigt oder dem Wind den Rücken zukehrend, legten wir öfters kurze Pausen ein, um unser Ziel zu erreichen. Tief schnaufend oben angekommen, gab es dann die bittere Erkenntnis: die kahle Hochebene mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen bot an diesem Tag wenig fotografischen Anreiz. Leicht enttäuscht ging es wieder den Hang hinunter, als wir Nordseitig tief verschneite Tannen entdeckten. Märchenhaft schön… Hier tobten wir uns fotografisch aus, entdeckten eine Vielzahl an Motiven. Auch die Wettervorankündigung behielt recht und lies mich innerlich jubeln: die letzten Sonnenstrahlen verfärbten Schnee, Hügel und Bäume orange-violett und verhalfen der Landschaft zu einem verwunschen wirkenden Anblick. Was für eine gute Entscheidung…

Weniger wussten wir anfangs über die Triebener Tauern. Nur, dass man die meiste Zeit Kettenpflicht brauchte, um dorthin zu gelangen. Und das es eben im Sommer als Wanderparadies und im Winter als Schigebiet bekannt war. Ich recherchierte im Vorfeld umfangreich, dann kannte ich unsere Ziele. Durch die Bank lohnenswerte Kulissen, die - zum richtigen Zeitpunkt – sich außergewöhnlich präsentieren. Wo allerdings genau die Aufnahmen entstanden, möchte ich erst bei meiner Präsentation bekanntgeben. Um zu überraschen und staunende Ahhhh- Effekte zu schüren. Lasst Euch angenehm überraschen..!

DEZEMBER 2020 - Wintermärchen

Wintereinbruch in Graz… Wann gab es das das letzte Mal? Man muss zweifellos länger zurückdenken…

Am Schlossberg , dem wuchtigen Granitfelsen inmitten der historischen Altstadt, bogen sich die Äste unter der schweren, weißen Last. Viele Wege hinauf waren gesperrt, andere matschig und extrem rutschig. Man musste aufpassen, nicht ungewollt einen plötzlichen „Ausfallschritt“ hinzulegen.. Aber in der „blauen Stunde“, wenn die Stadtbeleuchtungen besonders schön zur Geltung kommen und dicke Flocken vom Himmel fallen, wirkt der Blick von oben besonders romantisch. In einer kurzen Zeitspanne von etwa 25 Minuten – bevor es stockdunkel wird – sollte man bei 1000 Motiven sein. Was natürlich nicht funktioniert. Und so widmete ich drei Tage lang die späten Nachmittagsstunden der Grazer Adventbeleuchtung, um letztendlich überall zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Da sich die winterliche Pracht natürlich nicht nur auf die Bundeshauptstadt beschränkte, gehörte in weiterer Folge die Riegersburg samt Umgebung und die tiefverschneite Südsteiermark zu meinen persönlichen Zielen. Noch bevor sich das Hochdruckwetter durch setzte, konnte ich so all meine persönlichen Vorgaben wunderbar umsetzen. Ein wenig stolz klopfte ich mir danach insgeheim auf die Schulter, die Tage wirklich effizient genutzt zu haben und nie der Müdigkeit nachgegeben zu haben, wenn es hieß: „ 05.30 Uhr – Aufstehen! Nur der frühe Vogel fängt den Wurm…“

NOVEMBER 2020 - Steiermark-Aufnahmen

So typische Novembertage - mit viel dichtem Nebel, ein wenig melancholisch und mit den letzten Spuren eines farbenfrohen Herbstes – inspirieren mich immer sehr. Endlich fand ich auch die Zeit, mich an besonders „trostlosen“, fast schon unheimlich wirkenden Tagen mit der Fotokamera in die heimischen Wälder zu begeben. Nach Plätzen und Details Ausschau zu halten, die all diese Komponenten vereinen. Was recht einfach klingt, gestaltet sich bei genauem Hinsehen wesentlich zeitaufwendiger. Mehrere Wälder mussten als Location herhalten. Die Dichte an Baumstämmen, das richtige Konzentrat an roten, gelben, orangen und grünen Blättern, wenn möglich mit schmalem Weg und einer Fülle von buntem Laub am Boden sowie das nötige Maß an blickdichtem Nebel, sind die richtige Essenz dafür. Um bei der Aufnahme viel Mystik in das Bild zaubern zu können. Das findet man dann doch nicht so leicht. Ein wenig Geduld ist gefragt. Doch Mühe wird (meist) belohnt. Und so kamen mir eine Vielzahl von Motiven vor die Linse. Das Besondere dabei: nach jedem Bild entstand vor meinem geistigen Auge bereits ein weiteres, nach dem ich schließlich Ausschau hielt. Der Spaß an der Arbeit schien kein Ende zu nehmen. Fazit: Hätte sich nicht die Batterie der Kamera aufgebraucht, würde ich wohl noch immer in den Wäldern herumschweifen…

OKTOBER  2020 - Toskana

Nichts ist in diesem Jahr wie sonst auch. Corona kennt keine Grenzen, keine Ausnahmen. Die italienische Regierung verschärft im ganzen Land die Maßnahmen, um die Spitäler nicht zu überlasten. Die Virus-Ausbreitungen und Cluster sind zwar verstärkt in anderen Regionen oder Großstädten zu beobachten, doch die Einschränkungen gelten landesweit und betreffen somit auch die ländlichen Gebiete. In den Supermarkt dürfen wir nur einzeln und nach einer Fiebermessung eintreten, Restaurants benötigen Name und Adresse der Gäste und müssen wie die Cafes bereits um 18.00 Uhr schließen. Doch entgegen der letzten 20 Jahre sind wir diesmal fast überall alleine unterwegs. Die Dörfer wirken wie ausgestorben, Geschäfte und Boutiquen sind menschenleer. Mit jedem Tag mehr schließt der eine oder andere Laden. Lässt die Rollläden herunter, steht zum Verkauf frei. Man hört kein Kinderlachen in den Gassen, hört keine Zwiegespräche, sieht keine Touristen und die wenigen Gesichter, die einem begegnen, verschwinden hinter Mund- und Nasenschutzmasken. Man muss diese selbst im Freien tragen – so die strenge Verordnung.

Öfters hören wir, dass der letzte Corona-Fall in diesem oder jenem kleinen Provinz-Nest zwar schon im März war, doch die Angst ist gegenwärtig. Man möchte nichts riskieren. Ein hoher Anteil der Bewohner gehört zu den Risikogruppen, ist überaltert, wirkt geschwächt. Der Virus hätte leichtes Spiel. Es ist ein seltsames Gefühl, alleine am Piazza dahin zu schlendern, wenn man das sonstige Treiben und Leben der Italiener kennt. Und so schlagen nur die Glocken der Dorfkirchen pünktlich an zur Mittagsstunde…

Das Spiel von Licht und Schatten, der morgendliche Nebel, der sich in den Tälern ausbreitet und Hügel nur schemenhaft erscheinen lässt, kennt Corona nicht. Der Anblick tut der Seele gut, lässt vieles vergessen. Wir spazieren auf geschotterten Wegen, gesäumt von Zypressen. Fahren durch Landschaften voller Anmut, erfreuen uns an der würzigen Luft, beobachten Menschen bei der Olivenernte. Im Familienverbund wird geschuftet, es wird ein wohlschmeckendes Öl werden. Die Weinblätter beginnen sich erst Ende des Monats langsam zu verfärben, es gibt noch immer zu warme Tage und zu laue Nächte. Abends starre ich in den klaren Sternenhimmel, verliere mich in der Dunkelheit der Felder und vernehme gelegentlich die Laute tierischer Waldbewohner. Wir fühlen uns wohl wie immer - auch wenn es diesmal anders ist. Und während ich meine Gedanken schweifen lasse, verirrt sich ein Zitat von Michelangelo in meinem Kopf. „Kein Schaden ist größer als vergeudete Zeit.“ Ich hätte mich mit ihm wohl gut verstanden…

SEPTEMBER 2020 - Murtal

Eigentlich war tagelanger Regen angesagt, vermischt mit Unwettergefahr. Wie so oft schon in diesem Jahr. Ein Temperatursturz sollte ebenso hinzukommen. Wetterbesserung schien auf lange Sicht aussichtslos. Doch die Hütte war gebucht und so trösteten wir uns mit den Worten: „Machen wir eben das Beste daraus“, ehe wir losfuhren..

Doch so kann man sich täuschen: diesmal irrten sich die Wetterpropheten gewaltig. Von Tag zu Tag verzögerten sich die Schlechtwetterphasen. Spätsommerliche Temperaturen erlaubten sogar mehrmaliges Grillen in unserem wunderbaren Ambiente und die Waldböden schenkten uns Nahrung in Hülle und Fülle: dottergelbe Eierschwammerl brauchte man nur einzusammeln; das Suchen konnte man sich ersparen. Oft Handflächengroß und in riesiger Zahl! Die Berge leuchteten im Abendrot und jeder Morgen bot steirische Abwechslung. Mal nebelverhangen, dann wolkenfrei, mit mystischem Bodennebel behaftet oder im warmen Licht eines Sonnenaufgangs. Perfekt, um sich in aller Herrgottsfrüh schon die Kamera aus der Fototasche zu fischen und märchenhafte Stimmung für die Ewigkeit einzufangen. Ungläubig starrten mich dabei 3 Dutzend paar Augen an, verfolgten stets irritiert meine rastlose Motivsuche. Pferde, Kühe, Kälber und ein Fohlen namens „Borsty“. Großes Kino für die Vierbeiner; eine willkommene Abwechslung zu ihrem sonst meist eintönigen Alm-Alltag! Peter Rosegger sagte einmal: „ich suche mein Glück nicht im Zusammentreffen und Genießen irdischer Güter, denn darin ist es nicht zu finden. Ich habe mein Glück stets in der Natur und in der Arbeitsfreude gefunden!“ Mal ehrlich, gebe es einen schöneren Schlusssatz als diesen..?

AUGUST 2020 - Ennstal, Fischbach

Noch bevor der „große Regen“ kam, ging es für Aufnahmen in die Fischbacher Region. Der kleine Ort, der schon für seine „Osterhasendekoration“ Jahr für Jahr ein beliebtes Ausflugsziel ist, hat in seinem hügeligen Umfeld einen richtigen Kraftplatz zu bieten: den Teufelstein. Über die drei übereinanderliegenden Felsklötze auf knapp 1500m erzählt man sich folgende Sage:

Nachdem Luzifer vom Himmel in die Hölle hinab verstoßen wurde, trieb er Jahrtausende hindurch als oberster Teufel sein Unwesen. So richtig wohl fühlte er sich allerdings nicht dabei. Daher bat er Gott um seine Wiederaufnahme in den Himmel. Gottvater bewilligte ihm die Bitte, jedoch unter einer Bedingung: er müsse in der heiligen Christnacht – wenn zeitgleich der Priester am Altare die heilige Hostie aufhebt, einen Turm von der Erde bis zum Himmel bauen. Bis zum zweiten Glockenschalle, dem Zeichen zur Aufhebung des Kelches, sollte er mit seinem Werk fertig sein. Eine sehr kurze Frist. Dennoch glaubte der Teufel, dies leicht vollbringen zu können und ging auf die Bedingung ein.
Er machte sich ein eigenes Traggestell zurecht, und als das erste Glockenzeichen ertönte, erfasste der Satan drei große Riesensteine und trug sie durch die Luft auf die Fischbacheralpe. Als er dies wiederholen wollte, warf er in seiner Hast die Steine mit zu großer Gewalt auf das Traggestell, sodass dieses brach. Bevor er nun das Gestell wieder zusammengerichtet hatte, ertönte vom Tale herauf das zweite Glockenzeichen, und der Priester am Altare hob den Kelch empor.
Da war nun die Frist für Luzifer zu Ende. Wild fuhr er in die Hölle zurück, die drei Steine aber ließ er auf der Fischbacheralpe liegen. So heißen sie heute noch nach ihm: "der Teufelstein".

Die Region um das Geburtshaus von Peter Rosegger im Alpl und das wunderbare Ennstal waren weitere Schwerpunkte. Wir hatten uns dafür ein wahres Prachtwetter ausgesucht. Die Wetterprognose täuschte nicht. Es waren heiße, wolkenlose Tage, wo einem der Schweiß selbst am Berggipfel erhalten blieb. Regen zuvor sorgte zwar für traumhafte Fernsicht, doch waren viele Wanderwege und touristische „Hot Spots“ seit Wochen völlig überlaufen. Vor allem die Schladminger Bergregion platzte förmlich aus allen Nähten. An einen Besucheransturm in diesem Ausmaß konnten sich selbst ältere Einheimische nicht erinnern. Aber es gibt noch glücklicherweise Plätze, die nach wie vor unbekannter sind. Und diese wählten wir für unser Vorhaben aus…

JULI 2020 - Grüner See / Kitzeck

Der Grüne See; ein Juwel im Gemeindegebiet von Tragöß /St.Kathrein – wer kennt ihn nicht...? Seinen Namen verdankt der kristallklare Schmelzwassersee seiner wunderbaren türkis-blauen Farbe. So ist diese Region vielen auch als „Karibik der Hochsteiermark" ein Begriff. Ich persönlich fühle mich bei seinem Anblick jedoch mehr nach Kanada versetzt. Träume mich stets ein wenig dorthin.. Umgeben von dichtem Waldbestand und drei mächtigen Bergen des Hochschwabmassivs ruht er in einem Talschluss und strahlt eine unglaubliche Magie aus. Diesem Zauber erliegt man jedoch nur noch an Tagen, an dem keine Touristenströme unterwegs sind. Und diese sind sehr, sehr selten geworden... Vor allem, nachdem er zu einen der schönsten Plätze in Österreich gewählt wurde. Dies war im Jahre 2014 und seitdem hatte ich ihn nicht mehr besucht. Mir reichten die Erzählungen von Besuchern... Für meine Aufnahmen durfte ich gedanklich jedoch nochmals in diese Zeit davor zurückkehren. Wer sich nämlich die Mühe macht und so wie ich um 4.30 Uhr morgens vor Ort ist, wird ihn so vorfinden, wie man es sich egoistischer Weise erhofft: mutterseelenallein, als Kraftplatz in einer schier atemberaubenden Kulisse. Zum ganzen Glück fehlte mir an diesem Morgen nur noch die Begegnung mit einem Bären oder einem nordamerikanischen Elch...

Konträr dazu die Südsteiermark mit ihren hügeligen Weinanbaugebieten. Doch es waren nicht die Reben, die mich diesmal in den Süden unseres Bundeslandes lockten. Da ich zu dieser frühsommerlichen Jahreszeit unter normalen Umständen für Aufnahmen im Ausland weile, hatte ich heuer erstmals die Gelegenheit, die Ernte blühender Lavendelfelder in unseren Breiten mitzuerleben.. Welch reizvoller Kontrast in dieser dafür untypischen Gegend!

JUNI 2020 - Galsterbergalm/Region Schladming

Almhütten zu reservieren, ist in diesem Jahr nicht ganz so einfach. Die meisten Österreicher bleiben im Land, der Andrang ist groß, die beliebtesten Plätze schnell ausgebucht. Wartet man zu lange, ist alles weg. Reserviert man frühzeitig, kann einem das Wetter später einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen. 2020 ist ein Schaltjahr. Dies bringt meist viel Regen und Schlechtwetter mit sich... So war es auch in jenen Tagen auf der Galsterbergalm. Mehr Regen als uns lieb war..

Glücklicherweise gab es aber doch Zeitfenster, die wir nutzen konnten. Und da hatten wir alle Hände voll zu tun. Vor allem die kräfteraubenden Aufstiege zum Pleschnitzzinken morgens um 4.00 Uhr mitsamt der umfangreichen Ausrüstung, Sturmböen am Gipfel und abends die späten Abstiege bei Einbruch der Dunkelheit kosteten Kraft und Schweiß. Doch die gute Luft, die unglaubliche Aus- und Fernsicht nach Regen, spielende Murmeltiere, blühende Wiesen, das Erwachen der Alm(Alpen)Rosen und die Ruhe wirk(t)en wie ein Jungbrunnen nach wochenlanger Enthaltsamkeit.

MAI 2020 - Wildalpen/Mariazell-Steiermark

Eine unsichere Zeit. Sowohl, was die Gegenwart als auch was die kommenden Monate betrifft... Alles dreht sich seit Wochen nur um das Thema „Corona": der Alltag, die Medien, Maßnahmen, Einschränkungen und letztlich auch aktuelle bzw. zukünftige (Reise)Planungen. Sollen wir die abgesagten Veranstaltungen im Spätherbst nachholen...? Welche Einschränkungen wird Corona weiterhin mit sich bringen...? Wie werden sich die Richtlinien bis dahin ändern..? Wird sich ein weitgehend normaler Ablauf bei Indoor-Veranstaltungen durchführen lassen..? Wie werden dbzgl. kulturelle Abende überhaupt von den Menschen angenommen werden; ist momentan überhaupt Interesse vorhanden..? Wie viele Besucher dürfen im Herbst/Frühjahr wohl in den Saal bei oft wöchentlichen Änderungen..? Steht Einnahmen/Ausgaben-Seite dafür? Ab wann...? Und natürlich: Wie hoch ist das Risiko abermaliger plötzlicher Absagen und Verbote durch Corona-Glutnester oder Cluster seitens der Regierung...? Wie sollte man am besten vorgehen..?

Entscheidungen, die uns tagelang beschäftigten, auf die man aber doch keine richtigen Antworten findet. Zu unsicher ist alles... Man möchte sich gar nicht vorstellen, wieder die ganzen Ausgaben für Werbung und Saalreservierungen vorzufinanzieren, um bei Stornierung bzw. nochmaliger Absage letztlich ein weiteres Mal auf Kosten sitzen zu bleiben, die einem niemand ersetzt.

Andererseits: wäre es nicht sinnvoll, doch 2 Veranstaltungsreihen ins Auge zu fassen und die Termine dafür schon mal vorbehaltlich zu fixieren, um in unsicheren Zeiten zumindest ein Reisethema durchzubringen...?

Wir entschieden uns für diese Variante. Werden ab Mitte Nov. die noch ausstehenden Shows „Cornwall/Wales" nachholen und im Frühjahr eine völlig neue überarbeitete Show „Provence" präsentieren. Diese Region lässt sich gut per Auto erreichen, bietet viel Abwechslung und durch unseren wochenlangen Aufenthalt im letzten Jahr entstanden unzählige neue, reizvolle Fotoaufnahmen und Filmsequenzen, die Nahrung für die Seele sind!

Da Fernreisen für uns heuer so gut wie ausfallen, können wir unser „Steiermark"-Projekt richtig vorantreiben. Im Mai waren wir dafür in den Wildalpen und der Mariazeller-Gegend unterwegs. Und es hat sich gelohnt...

APRIL 2020 - Corona/virtuelle Weltreise

Seit Mitte März ist nichts mehr so, wie es war. Quarantäne, Ausgehbeschränkungen, vielfach Angst, Panik und Hysterie, Hamstereinkäufe, Unsicherheit, Verlängerung der Corona-Maßnahmen – der Alltag hat sich gravierend verändert. Um den Menschen ihren „Hausarrest“ ein wenig zu verschönern, um sie von der aktuellen Krise und Pandemie ein wenig abzulenken und gleichzeitig positive Signale zu setzen, startete ich auf Facebook eine virtuelle Weltreise. Jeden Tag bis Ostern hin zu wunderbaren Destinationen unserer Erde. Die „Flugreise“ sollte 3 Wochen lang von Süd- und Nordamerika, von Asien bis Europa, von einzigartigen Regionen bis zu den Trauminseln unserer Welt führen. Das Schöne: sie wurde begeistert angenommen und sogar Medien berichteten darüber. So konnten zumindest auf diese Weise Träume geweckt und Freude, Hoffnung und Sehnsucht nach einer Normalisierung genährt werden …

MÄRZ 2020 - Corona

Bis 10.März lief die Show großartig. Obwohl wir mit Sorgenfalten die Ausbreitung des Coronavirus beobachteten, ließen sich nur wenige Besucher davon abschrecken. Noch waren erst Einzelfälle in Tirol bekannt. Insgeheim rechneten wir natürlich ebenfalls mit Beschränkungen von Großveranstaltungen über 1000 Personen, wie es eben in manchen Ländern bereits der Fall war. Doch dann kam die in diesem Mase unerwartete plötzliche Absage der Bundesregierung für sämtliche Indoor-Veranstaltungen. Und diese Nachricht traf uns mit voller Wucht. 12 Shows mussten von heute auf morgen storniert werden. Eine Katastrophe mit für uns unglaublichen finanziellen Folgen und Schaden. Zum Verlust der für uns so wichtigen Einnahmen kamen auch noch sämtliche bereits getätigte Ausgaben der Werbung: vom Druck und Aussendung der Postwurfsendung an weitere 12 000 Interessenten, der Werbe-Banner, der gedruckten Plakate und Plakatier-Firmen, der Flyer und dgl. … Die Homepage musste schnellsten korrigiert werden, die Zeitungen informiert und auf sozial Medien der aktuelle Status quo bekannt gegeben werden. Tagelang telefonierten wir mit allen Vorverkaufsstellen bzgl. Kartenrückgaben, setzten Zeitfenster, stoppten alles und sprachen mit einer Vielzahl an Anrufern, die wissen wollten, ob diese oder jene Veranstaltung nicht doch stattfinden könnte bzw. ob es wohl Ersatztermine gebe. Ein enormer Zusatzaufwand, der uns Zeit, Schlaf und Nerven kostete. Das Ende kennen Sie alle…

FEBRUAR 2020 - Tournee "WALES & CORNWALL"

Eine Tournee mit vielen Herausforderungen: Grippewellen, Wintereinbruch, orkanartige Sturmwarnungen und natürlich die Corona-Hysterie und Panikmache. Doch unserer Publikum ist Treu! Der Großteil lässt sich nicht beirren, genießt allabendlich die Show und Darbietungen und bedankt sich dafür mit tosendem Applaus bis hin zu Standing Ovations!! Wir sind einfach nur begeistert und verneigen uns in Dankbarkeit…!

JÄNNER 2020 - Multimediashow "WALES & CORNWALL"

Die intensiven Vorbereitungen sind abgeschlossen. Alles läuft planmäßig. Wir sind mit unserer neuen Show „WALES & CORNWALL“ auf Österreich-Tournee bis Anfang April. Im Rahmenprogramm ebenfalls live zu hören: die großartige Folk-Gruppe „BOXTY“…

DEZEMBER 2019 - Projekt "Steiermark"

Mit einer neuen Show auf Tournee zu gehen, erfordert monatelange intensive Vorbereitung. Den Anfang machen die Aufnahmen, für die mehrere Reisen und Jahre eingeplant sind. Ist das Storyboard abgeschlossen, geht es an die Umsetzung der Ideen am PC. Inklusive der Musikauswahl vergehen Wochen. Dazu müssen die Texte geschrieben werden, die Sprecher danach im Tonstudio aufnehmen. Ist alles abgeschlossen, die gesamte Show durchprogrammiert, wende ich mich dem Manuskript zu, welches ich anhand der Bilder schreibe, um einen roten Faden während des Live-Vortrages zu haben. Gleichzeitig sitze ich damit ebenfalls im Tonstudio und nehme diesen auf, da er für die Vertonung der DVD benötigt wird. Unmittelbar danach - Mitte bis Ende Dezember – wird an der DVD gebastelt. Vom Layout des Covers bis zur Umsetzung am Computer. Es ist jene Phase, wo ich über ein wenig Ablenkung froh bin und mir diese in Form von Fotoaufnahmen hole. Ich fühle mich dadurch frisch, geistig erholt, kann meine Beine vertreten, parallel ebenfalls an etwas Wichtigem weiterarbeiten und bin im Anschluss neu motiviert. So nutzte ich heuer diese Phase für die landesweit stattfindenden Krampusläufe und Weihnachtsmärkte. Es fehlte zwar der Schnee, doch die glitzernde Gestaltung, das Ambiente und das Flair stimmten mich schon ein wenig festlich ein. Hingegen staunte ich bei den Perchtenläufen doch sehr, wie viele Eltern mit ihren klein(st)en Kindern diesen schaurigen und teils wirklich angsteinflößenden Gestalten beiwohnten. Eine Entscheidung, die selbstverständlich bei den einzelnen Familien liegt. Die zotteligen Gesellen mit ihren höllische Masken im Rauch der bengalischen Feuer sind unbestritten sehr fotogen und gehören so zu unseren Brauchtümern. Ich erinnere mich jedoch auch noch an die „abgespeckte Variante“ in meiner Kindheit, wo der Nikolaus nur in Begleitung von Knecht Ruprecht zu den „schlimmen“ Kindern kam. Keine großartige Inszenierung, keine höllisch-laute Musik über Lausprecher begleitete die beiden. Doch die Wirkung war damals schon ausreichend, unser Respekt gehörig. Für schlaflose Nächte, mögliche Albträume und oder gar zurückbleibende Ängste reichte dieser Auftritt jedoch nicht. Und dafür bin ich heute sehr dankbar…

NOVEMBER 2019 - Projekt "Steiermark"

Wie fesselnd unser Bundesland auch unter der Erdoberfläche ist, davon durfte ich mich persönlich bei einem Fotoshooting überzeugen. Eine bizarre Fantasiewelt von atemberaubender Schönheit erwartete mich in der tief gelegenen, geheimnisvollen Atmosphäre einer Tropfsteinhöhle.

Es war ein wunderschöner milder Herbstmorgen, als ich mich in warme Kleidung und gutes Schuhwerk zwängte, meine Stirnlampe aufsetzte. In den folgenden Stunden sollte es bei Temperaturen von 5 Grad tief ins Erdinnere gehen. Schon der Einstieg in diese Schauhöhle war beeindruckend, doch es sollte erst der Beginn einer unglaublich faszinierenden Tour sein. Mit meinem erfahrenen Guide ging es über 400 in Stein geschlagene Stufen, enge Serpentinen und ein ausgeklügeltes Leitersystem in einen Urwald aus Kalk- und Tropfsteinen. Eine wahre Wunderwelt aus formschönen Sinterkorallen, meterhohen Kalkkerzen und farbigen Kristallvorhängen. Hinter jeder Ecke und nach jeder Kurve boten sich unzählige, märchenhafte Motive. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, wiederholte mich immer wieder mit einem leisen „WOW“ oder einem kopfschüttelnden „Poah“... Oft war es schwierig, ein Objektiv zu wechseln oder mein Stativ zu platzieren, ohne nicht wo anzustoßen. Über 4000 Tropfsteine in unterschiedlichsten Größen und Formen versetzten mich in einen Glücksrausch, der kein Ende zu nehmen schien. Längst hatten wir die „Phantasiehalle“ oder das „Zauberreich“ hinter uns gelassen, als der absolute Höhepunkt folgen sollte: An der tiefst liegenden Stelle erwartete mich das „Seeparadies“, eine Höhlenseelandschaft wie aus einer anderen Welt. Ein türkis-grüner See – glasklar - umgeben von alabasterweißen Stalagmiten und prunkvollen Uferwänden. Aus der Wasseroberfläche ragen Sinterinseln empor. Die bizarre Vielfalt lässt sich verbal kaum beschreiben. Gleich einem überdimensionalen Drehbuch vollendet sich hier die Schönheit der Höhle. Die Stille wurde nur vom Flügelschlag einer aufgeschreckten Fledermaus und dem monotonen Laut eines sporadisch fallenden Wassertropfens unterbrochen. Mit der Gewissheit, dass meine „Steiermark“-Produktion durch diese Aufnahmen wieder an großartigen Überraschungen gewinnen wird, ging es zurück ins Freie. Wurden die von Dieselmotor betriebenen Scheinwerfer wieder abgedreht, Eisentüren geschlossen, das gitterne Eingangstor versperrt und die Höhle seinem Urzustand überlassen. Bis zum kommenden Frühjahr gehört sie nun den Fledermäuse allein, um sie nicht in ihrem Winterschlaf zu stören…

OKTOBER 2019 - Projekt "Steiermark"

Almabtrieb in der Steiermark: Ein Fest mit viel Tradition ; kehren doch die Kühe von den Sommeralmen wieder gesund und wohlbehalten in den heimischen Stall zurück..

Der Spätsommer ist für viele Bauern der Beginn zahlreicher Almabtriebe in der Steiermark. Mit den ersten Kälteeinbrüchen in den Bergen kehren Mensch und Tier von den hochgelegenen Weiden ins Tal zurück. Zuvor werden die Kühe kunstvoll geschmückt. Verziert mit Gestecken aus bunten Bändern, Fichtenzweigen, Flitter, Spiegeln und wilden Alpenblumen erhält jedes Tier ein individuelles Aussehen. Je nach Rangordnung werden den Kühen verschieden klingende Glocken um den Hals gehängt. Viele Zuseher finden sich ein, stärken sich noch in der angrenzenden Almhütte und Nutzen die Möglichkeit eines persönlichen Erinnerungsfotos. Dann setzt sich der Zug in Bewegung Richtung Tal. Vorne voran die Senner, dahinter das Vieh und abschließend das begeisterte Publikum, dass der Zeremonie beiwohnt und mit ins Tal wandert. Der Abtrieb endet meist an einem vereinbarten Hof, wo bereits ein geselliges Frühschoppen im Gange ist und dieses Ritual mit Tanz und Musik feierlich endet. Dieser Brauchtum hat eine lange Tradition, die in manchen Regionen bis vor Christi Geburt zurückgeht.

SEPTEMBER 2019 - Litauen

Erst im Frühjahr 1990 wurde Litauen nach langer russischer Herrschaft und späteren erneuten zwangsweisen Angliederung an die Sowjetunion für unabhängig erklärt. So jung der Staat ist, so wechselvoll ist seine Geschichte und seine Landschaft.

An den „Sowjetmuff vergangener Tage“ erinnert nur noch wenig. Urige Bistros, lebensfrohe Städte, bunte Dörfer und prunkvolle Klosterkirchen gehören zum heutigen Erscheinungsbild. Die wuchtige Inselburg Trakai mit den vielfarbigen Holzhäuschen, die Trakais Hauptstraße säumen, blickt auf historische Ereignisse zurück und zählt zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten dieses Landes. Auf der Kurischen Nehrung – eine sandige Halbinsel, die wie ein dürrer Finger in die Ostsee ragt, trifft man auf eine der größten Wanderdünen Europas. Über 40 m türmt sich dieser Berg. Von oben erblickt auf der einen Seite die blutwurstrot gestrichenen Häuser des bezaubernden Ortes Nida und gegenüberliegend die Grenze Russlands. Staubige, wellenblechartige Schotterstraßen führen am Festland zu romantischen Fischersiedlungen, deren Wasserwege an Kleinvenedig erinnern. Wir entdecken Inseln inmitten smaragdgrüner Seen, pilgern zu Opfer- und Gebetsplätzen wie dem „Hill of Crosses“ und tauchen in die Abgeschiedenheit der Nationalparks im Osten Litauens ein. Man ist versucht, Vergleiche mit dem Osten Kanadas zu wagen. Unendliche Einsamkeit, ursprüngliche Natur, Stille, Lagerstellen mit Feuerplätzen – die einem alleine gehören, klare Luft und unzählige Seen, die zum Paddeln einladen. Möge es hoffentlich noch lange so bleiben…

AUGUST 2019 - Lettland

Irgendwie hatte es uns fasziniert; neugierig gemacht, weiteres Interesse geweckt: Lettland und Estland vor einem Jahr… So beschlossen wir, unser Porträt über Lettland zu vervollständigen und Litauen als 3. Land im Baltikum ebenso zu bereisen. Eine Entscheidung, die uns noch viel viel Freude bereiten sollte!

Ein TOP ausgestattetes Wohnmobil sorgte schon bei der Ankunft für den perfekten Einstand. Dazu kam großartiges Wetter, eine wohl überlegte Route, die uns entspannt abseits der Hauptverkehrsstrecke zu allen Highlights dieser jungen Republik führte und nie mit elendslangen Fahrtzeiten in Verbindung gebracht werden musste. Fasziniert von unbebauter Weite, ländlicher Idylle mit unzähligen Seen, Moorgebieten, dichten Wäldern, endlosen Stränden und der allgemeinen „Aufbruchstimmung“ dieses EU-Mitgliedslandes ( hatte uns schon in Estland so begeistert) wurde der Schritt zu dieser Reisedestination mehr als großzügig belohnt..

JULI 2019 - Provence

Mitte bis Ende Juli werden die meisten Lavendelfelder abgemäht. Dann kehrt wieder Alltag im kleinen Ort Valensole ein und die großen Touristenströme verlassen das Hochplateau. Widmen sich anderen Zielen im Landesinneren oder fahren zum Baden an die französische Riviera. Unser Hund freute sich vor allem über das Ende der großen Hitze; so unterschiedlich sind eben die Ansprüche… Wir, ebenfalls nicht unglücklich darüber, waren über die erfolgreiche Umsetzung unserer fotografischen Arbeiten erleichtert. Es hatte sich gelohnt, die Anspannung legte sich… Jetzt konnte der kleine Espresso am Dorfplatz, direkt neben dem Brunnen, wieder ohne Zeit zu verlieren genossen werden. Das kurze Gespräch in einer Boulangerie länger dauern, das Verkosten landestypischer Produkte auf den bunten Märkten sich in die Länge strecken. „Das Leben ist schön“ oder wie der Franzose zu sagen pflegt: „La vie est belle“ …

JUNI 2019 - Provence

43 Grad – eine Woche lang.. Bereits die 20 Stunden lange, schweißtreibende Anfahrt in die Provence war ja schon ein Kraftakt für Familie und Hund. Urlauberverkehr, Staus, überfüllte Raststätten und teils unverantwortlich fahrende Raser kratzten am Nervenkostüm. Und dann diese Prognose! „Sahara-Hitze strömt nach Europa und bringt bis zu 43 Grad im Schatten mit sich. Der Süden Frankreichs besonders betroffen..“ Puuhh.. Die Vorstellung allein treibt einem ja schon den Schweiß auf die Stirn, aber das Schlimme: das Wetter präsentierte sich letztens um keinen Grad kühler. Beinahe unmenschlich brannte die Sonne herab. Eigentlich nichts für Menschen wie uns, welche eher die „Tiefkühltruhe“ lieben; Nordeuropa, Nordamerika oder andere gemäßigte Klimaregionen bevorzugen. Doch was soll man machen? Die Lavendelfelder blühen nun mal nur zu dieser Jahreszeit, sind auf der ganzen Erde nirgends so schön und beeindruckend... Rollend, endlos lang... Das Auge jubelt, das Herz schlägt höher. Der intensive Duft liegt wie schweres Parfüm in der Luft, akustisch von unzähligen Singzikaden unterbrochen. Wenn vor Sonnenaufgang noch eine kühlende Brise über die Felder streichelt, vergisst man die Hitze, die anstrengende Anreise und die vielen Hunderte Touristen, die sich tagsüber in den Sonnen- und Lavendelfelder tummeln. Gruppen von Asiaten, Brautpaare, Urlauber, Models – alle wollen sie ihre Erinnerungsbilder mit nach Hause bringen. Wie hypnotisiert laufen sie über die Straße, rein ins Feld. Von hupenden Autos und verkehrsregelnden Polizisten kaum etwas mitbekommend.. Frühmorgens ist es noch ruhiger. Dann möchte man die Zeit anhalten, jede Sekunde stoppen, Momente endlos in die Länge ziehen… Natürlich, auch all die Orte wie Gordes (spätestens seit dem Film „Ein gutes Jahr“ mit Russel Crowe), das ockerfarbene Roussillion (schönstes Bergdorf Frankreichs), Bonnieux, Saigon, L`Isle-sur-la-Sorgue, Menerbes, Moustiers-Sainte-Marie und wie sie sonst noch alle heißen sind voll von Reizen, doch Provence bedeutet vor allem: Lavendel. Da können die hügeligen Weinberge oder eigenwillige Landstriche wie die Carmargue einfach nicht mithalten. Und sind doch so eine großartige Alternative…

MAI 2019 - Projekt "Steiermark"

„Wer in der Ramsau geboren wurde, ist schon mit einem Lottosechser auf die Welt gekommen...“ An diese Worte erinnerte ich mich, als es für Aufnahmen in diese obersteirische Region ging. Mir selbst doch wenig vertraut, wollte ich zunächst umfangreich recherchieren; mir einen Gesamteindruck holen, nach noch unbekannten Fotoplätzen Ausschau halten. Außerdem die Vorbereitungen zum kommenden Pferdefest sowie den eigentlichen Umzug filmisch und fotografisch festhalten. Immer wieder gingen mir diese Worte durch den Kopf, wenn ich frühmorgens unterwegs war. Beeindruckt von der Kulisse und der mächtigen Dachstein-Wand, die sich mächtig und erhaben dem Himmel entgegenstreckte. Prachtwetter und angenehme Temperaturen untermauerten meine Eindrücke. Im Untertal der Schladming-Region tosen Millionen Liter Wasser eindrucksvoll zu Tal. Wenn man hier im Frühjahr wandert, rauscht das Schmelzwasser der Schladminger-Tauern durch die Talbachklamm. Jährlich lockt das sogenannte „Wilde Wasser“ Naturfreunde aus nah und fern an. Ein beeindruckendes Schauspiel. Glücklicherweise ist von Touristen kaum noch etwas zu spüren, wenn man wie ich erst am späten Nachmittag eintrifft. Bewusst entschied ich mich für diese kühleren Abendstunden. Das Licht wird wärmer, Schatten länger, Spitzlichter verschwinden. Und zusätzlich ist der schweißtreibende, steile Aufstieg entlang des hohen Riesacher-Wasserfalls erträglicher. Abenteuerliche Überquerung einer spektakulären Hängebrücke inklusive. In aller Ruhe konnte ich so fotografieren und Filmszenen mehrfach aufnehmen..

Zurück nochmals zur Ramsau: In vielen Höfen wurde an liebevollen Blumenfiguren gearbeitet. Einen Tag vor dem großen Festumzug halfen viele fleißige Hände mit, tausende Margeriten in mühsamer Kleinarbeit Stück für Stück an phantasievolle Drahtgestelle – überzogen von Spanntüchern – anzukleben. Ein geselliges Treiben der Einheimischen. Da wird gelacht, gealbert und mitgeholfen. Bis spät in die Nacht hinein.. Pferdekutschen und Zaumzeug erstrahlen im glänzenden Look, während die Tiere gewaschen, gebürstet und gepflegt werden. Das Frühlingsfest der Pferde lockt jedes Jahr tausende Zuseher an. Ist es doch mit einer langen Tradition verbunden und österreichweit der einzige unmotorisierte Umzug. Auch heuer wurde es dank des Kaiserwetters ein voller Erfolg. Und am Ende des Tages merkte man doch im Gesicht des einen oder anderen die Erleichterung an, dass alles wieder gut gelaufen war und die Erwartungen erfüllt werden konnten..

APRIL 2019 - Brauchtum und Tradition

Ostern in der Heimat verbringen, Prachtwetter und frühsommerliche Temperaturen. Nach den letzten intensiven Tournee-Wochen ein wahrer Hochgenuss, wieder mit der Fotokamera unterwegs sein zu dürfen und Brauchtümer bildlich einzufangen. Sei es in Österreichs größten „Osterhasendorf“ – dem Luftkurort Fischbach inmitten der Fischbacher Alpen, einer unglaublich fotogenen kleinen Kapelle in den hügeligen Weingebieten der Südsteiermark, wo die Fleischweihe besonders zelebriert wird, bei köstlich angerichteter Osterjause oder dem beliebten Brauch des Osterfeuers in der Osternacht. Dieses Frühlingsfeuer soll bekanntlich ja nicht nur für Christen an die Auferstehung Christi erinnern, sondern auch den Winter endgültig austreiben. Obwohl sich rund um Ostern viele Rituale sammelten, die man liebt und die bis ins heutige Zeitalter weiter getragen wurden, liegen die Wurzeln im heidnischen Frühlingsfest: So feierte man damit das zunehmende Licht im Frühling, die wiederkehrende Fruchtbarkeit, das Erwachen der Natur und den Neubeginn.

MÄRZ 2019 - Verlängerung "Neuseeland" - Shows

Nach wie vor läuft die „Neuseeland“ - Veranstaltungsreihe überaus zufriedenstellend und der Besucherandrang begeistert uns selbst in den „kleineren“ Orten. Mit dem Stress unserer normalen Tourneen durch die Groß- und Bezirksstädte ist sie heuer natürlich nicht vergleichbar. So bleibt zwischendurch auch Zeit,  die Steiermark fotografisch unter „die Linse“ zu nehmen. Was richtig Spaß macht und eine willkommene Ablenkung zu den allabendlichen Shows bringt. Durch das schöne warme Wetter blüht alles schon früher als gewöhnlich. Besonders im Murtal sind gebietsweise Waldböden von riesigen Erika-Teppichen überzogen. Eine unglaubliche violette Pracht, an der sich das Auge an der Schönheit der Natur erfreut …

FEBRUAR 2019 - Verlängerung "Neuseeland" - Shows

Wir sind wieder mit „Neuseeland“ auf Tournee! Dem Bein geht es gut und mit 30 zusätzlichen Veranstaltungen in noch nie gewesenen Orten dürfen wir uns über viel Begeisterung seitens der Besucher freuen…!

JÄNNER 2019 - PR und Vorbereitungen Neuseeland

Fernsehbeiträge, Radiointerviews, großartige Artikel in Magazinen und div. Tageszeitungen, Auszeichnungen, ein wunderschöner NEUSEELAND-Bildband in streng limitierter Auflage sowie neue Wand- und Tischkalender für 2020 – die Werbelinie rollt in vollen Zügen zur verlängerten Neuseeland-Tournee. Wir haben alle Hände voll zu tun, freuen uns auf die neuen Herausforderungen in 30 noch völlig neuen Orten und Städten. Ein Pilotprojekt – zukunftsweisend! Es wird spannend; Anfang Februar geht es los…

DEZEMBER 2018 - OP-Pause

Eine OP am Knie kurz vor Weihnachten zwingt mich zu einer ungewollten Verletzungspause. Meine allererste OP – zu einem schlechten Zeitpunkt ! Das Jahr klingt mit Krücken aus, aber jede Durststrecke hat ja bekannterweise irgendwann ein Ende. So hoffe ich, bald wieder zu 100% einsatzfähig zu sein..

NOVEMBER 2018 - Homepage Jasmin

Grund zur Freude ist einmal mehr unsere Tochter Jasmin. Seit Geburt ist sie ja mit uns auf Reisen, erlebt Abenteuer und Begegnungen, die kaum jemand in ihrem Alter erleben darf und bereichert unseren Alltag stets auf großartige Weise. Da viel Zeit auf kleinstem Raum im Wohnmobil verbracht wird, man auf Internet oder TV-Programme speziell in der Wildnis (glücklicherweise) kaum Zugriff hat, gehört das gemeinsame Sitzen am Lagerfeuer oftmals zum allabendlichen Ritual. Man plaudert, resümiert, diskutiert, überdenkt oder genießt nochmals Erlebtes vom Tag, liest in einem Buch oder macht sich Notizen über die Arbeit oder zwecks späterer Erinnerung. So auch Jasmin. Sie schreibt einfach gerne.. Nun hat sie ihre eigene Homepage. Als 12-jährige.. Um von außergewöhnlichen Erlebnissen zu berichten. In ihrer Sprache, um in erster Linie Gleichaltrige teilhaben zu lassen; damit anzusprechen. Für jedermann zugänglich, ohne wirkliche Altersbeschränkung. Für junge und im Herzen jung gebliebene.. Zu finden unter: www.jasminontour.at – für alle, die es interessiert und die dem Alltag bei Kurzgeschichten – durchaus spontan- entfliehen möchten..

OKTOBER 2018 - Österreich/Murtal

Zurückgezogen und abgekapselt in einer ruhigen Ecke Österreichs, ohne Handyempfang und gesellschaftlichen Verpflichtungen. Stattdessen frische Alm-Luft und der Duft von Kräutern, die der Nase schmeicheln. Auge und Seele erfreuende Fernblicke inmitten einer Stille, die fast unwirklich erscheint. Man schließt die Augenlider, inhaliert solch rare Momente und träumt davon, sie für die Ewigkeit festhalten zu können. Ein Wunschgedanke, diesmal jedoch für zumindest 7 Tage eine wahr gewordene Realität. Ob man sich dabei nicht einsam fühlt werde ich gefragt..? Weit weg vom „Schuss“, von einem Dorf; so ohne Familie, ohne Nachbarn, ohne direkte Ansprechpersonen…? Nein, nicht wirklich - keine Sekunde, nicht für dieses kurze Zeitfenster.. Und bei genauer Betrachtung ist man auch nicht alleine: man plaudert mit den Kühen und Pferden beim Füttern, beobachtet Insekten, erfreut sich an der Geschwätzigkeit der Vögel, rätselt über Waldtierlaute oder vernimmt lauschend - vor dem zu Bett gehen - die tapsenden Geräusche eines Marders vom Dachboden her..

Die Tagesabläufe wirken monoton, doch nie langweilig. Entschleunigung ist das Zauberwort. Sie stellt sich ein ohne große Ankündigung, ohne Aufsehen, ganz nebenbei. Auf wundersame Weise: beim Wandern, während man Neues entdeckt; beim Faulenzen in der Hängematte oder in all jenen zahlreichen Momenten, wo sich in dieser Idylle Gedanken zu Ende denken lassen. Beim Luftschlösser bauen beispielsweise, beim Feuerholz holen, beim Tischherd einheizen, während man plötzlich seine Kreativität beim Kochen entdeckt oder wenn man in klaren Nächten den Sternenhimmel bewundert.. Die Bilder und Aufnahmen in meiner Kamera sollen diese Empfindungen widerspiegeln und in meiner geplanten „STEIERMARK“ Show 2022 dokumentieren, welch paradiesische Flecken unsere Heimat doch bietet..

SEPTEMBER 2018 - Grönland

Ilulissat – die 3.größte „Stadt“ Grönlands und zugleich mit ihren 4000 Einwohnern doch nicht mehr als ein kleines Nest. Knallbunt, beschaulich und – ein Traum! Die perfekte Lage an der Diskobucht macht sie so begehrenswert. Der kleine Ort bietet all die magischen Naturerlebnisse, für die das Land bekannt ist. Eisberge, Nordlichter, Mitternachtssonne, Hundeschlitten und Wale. Nirgendwo auf der Welt lässt sich das Kalben eines Gletschers eindrucksvoller beobachten. Eisberge, soweit man schaut.. Die Ausmaße sind schier unfassbar! Was für ein Augenblick, wenn die Totenstille plötzlich durch den ohrenbetäubenden Knall – fast wie bei einem Kanonenschuss – unterbrochen wird und ein riesiger Teil von einem Eisberg abbricht; dabei eine kleine Flutwelle auslöst. Überall knarrt es und die ganze Bucht ist in Bewegung. Zurück bleibt die strahlend blau leuchtende Abbruchkante, die den Blick in das Innere des Eises frei gibt. Das Licht verändert den Ausblick ständig. Kein Moment gleicht dem anderen..

Im September ist die Touristensaison vorbei. Die Temperaturen sind nun auch über die Mittagszeit knackig frisch, liegen um die 0 Grad Celsius; die Tage werden kürzer. Mit ihnen sind jetzt die Millionen von Mücken und Fliegen verschwunden, die im Hochsommer anzutreffen sind. Da die Bucht langsam zufriert, verlassen nun vermehrt die Wale diese Region. Als wunderbare Entschädigung verfärbt sich die Tundra mit dem ersten Morgenfrost in alle erdenklichen Farben. Von grün über rot,  gelb, weiß, orange bis braun. So spektakulär, dass man sich kaum satt sehen kann..

Alles ist anders, ungewöhnlich. Straßen außerhalb von Ilulissat gibt es nicht; sie enden an der Ortsgrenze. Alle Lebensmittel müssen importiert werden. Sei es per Schiff oder Flugzeug. Die Einwohner leben vom Fischfang. Wetter und Jahreszeiten bestimmen den Alltag. In welchem Winkel der Stadt man sich auch aufhält, irgendwo heulen stets Huskies. Vertraute Laute; nicht wegzudenken. Für hunderte Tiere wurden ihre Hütten rund um den Ort aufgestellt. Die Vierbeiner verbringen den Sommer angeleint, um im Winter schließlich ihre Energie und Kraft voll nutzen zu können. Hundeschlitten sind dann eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel..

AUGUST 2018 - Estland/Lettland

Sauber, gepflegt, wenig Touristen, kaum Verkehr, faszinierende mittelalterliche Burgen und Städte, abenteuerliche Moorwanderungen und Kanutouren sowie schlossartige Gutshäuser; keine Frage – Estland und Lettland erfüllte all unsere Erwartungen. Die richtige Reiseempfehlung, um abzuschalten und zu entschleunigen. Wer Lust bekommen hat, kann sich ja auf meiner Galerie-Seite umsehen. Dort findet Ihr eine umfangreiche Bildstrecke zu diesen beiden Baltikum-Ländern (Estonia und Latvia )..

JULI 2018 - Cornwall

Die Halbinsel Lizard verkörpert meines Erachtens alle klischeehaften Vorstellungen Cornwalls, welche man sich erträumt. Schmale Küstenpfade führen entlang wildromantischer Klippen, das kleine Fischernest Cadgwith scheint einem Bilderbuch entsprungen zu sein und mit Kynance Cove, einem Steinwurf von Lizard Point, dem südlichsten Punkt Englands entfernt, findet man eine wunderbare Welt aus Sand, Fels und Höhlen vor. Der Wind pfeift, das türkisfarbene Meer rauscht und der Blick wandert über karge Heidelandschaften. Was braucht es mehr um zu entschleunigen, den Kopf zu entrümpeln..?  bei Flut sind nur Teile der Bucht zu erreichen. So empfiehlt es sich, bei Ebbe nochmals zu kommen oder die Gezeiten abzuwarten. Soviel Schönheit will natürlich gesehen werden.  An Schönwettertagen ist mächtig was los. Wer es ruhiger mag wie wir, ist nahe Mullion richtig. Feinsandige Badebuchten fehlen zwar, doch die Ausblicke über die zerklüftete Küste sind atemberaubend. Entlang des „Path Coast“ sei Trittsicherheit, gutes Schuhwerk und ein wenig Kondition empfohlen, es geht ständig bergauf – bergab…

JUNI 2018 - Cornwall/Großbritannien

Traumhaftes Schönwetter erwartete uns diesmal  im Vereinigten Königreich. Und das unglaubliche daran: es sollte die ganzen Wochen so bleiben!

Schwerpunkt unserer Aufnahmen war der Osten Cornwalls, den wir bisher noch sehr vernachlässigt hatten. Im Gegensatz  zur Süd- und Westküste mit ihren wilden Steilküsten dominierten hier vermehrt sanfte Hügellandschaften, bereichert durch die englische Gartenbaukunst. Polperro, ein ehemaliger Schmugglerhafen in leicht spanischen Stil, krönte ich persönlich zum schönsten Fischernest dieser Grafschaft. Märchenhaft schmiegt sich der entzückende kleine Ort mit seinen weißgekalkten Häusern und verwinkelten Gassen an einen Postkartenhafen. Tagsüber völlig überlaufen von Bustouristen, wird Polperro`s Charme besonders in den frühen Abendstunden lebendig. Dann, wenn es leer wird, die Stimmen verstummen  und das Gekreische der Möwen zum abendlichen Wegbegleiter wird..

Nach einer erfolgreichen Woche fühlten wir uns auf der Penwith Peninsula wie „zu Hause“ angekommen. Und diesmal passte auch das Wetter, welches uns letztes Jahr noch so viele Nerven gekostet hatte. Ich freute mich schon richtig auf meine Lieblingsecke – eine gut versteckte kleine Bucht, von der nur wenige wissen.. Bei Flut krachen die Brecher der keltischen See mit solcher Wucht gegen eine bizarre Steinlandschaft, sodass sich mit dem richtigen Licht stets fantastische Motive ergeben!

MAI 2018 - Sardinien

Gehören Sie auch zu jenen, die immer wieder vorgeschwärmt bekommen, wie schön Sardinien sei? Mit seinen „karibischen“ Stränden und dem glasklarem Wasser, leuchtend in allen Blau-Schattierungen. Rosa Flamingo-Vögel könne man alljährlich in ihrem natürlichen Ambiente bewundern und kleine Küstenorte mit bewegter Vergangenheit würden malerisch auf steilen Felsen kleben? Die Nachfrage an Bildern sei groß; die Anreise kaum nennenswert…

Dank Direktverbindung von Wien tatsächlich ein Katzensprung und schon am Flughafen spürt man erstmals die hochgelobte sardische Herzlichkeit. Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Beinahe dreifach so groß wie ihr nördlicher Nachbar Korsika. Voller Gegensätze und Sehenswürdigkeiten. Bei einem so reichen Angebot beschränkten wir uns vorerst auf den Norden. Umgeben von einer runden Bucht liegt Porto Rotondo an einem idyllischen Yachthafen und gehört wohl zu den vornehmeren Wohngegenden. Hinter Natursteinmauern und grünen Hecken verstecken sich unzählige Villen und herrschaftliche Anwesen. Die gepflegte Promenade mit ihren kleinen Brücken und Straßenlaternen erinnert ein wenig an Venedig. Im Mai ist es noch ruhig. Das Leben plätschert dahin, Möwen kreisen in den Lüften und in den kleinen Cafes nimmt man sich gerne Zeit für einen Plausch. Im Sommer, sagte man uns, verweilen hier 30 000 Urlauber. Ab Herbst würde es wieder ruhiger; bis schließlich die knapp 1000 Einheimischen im Winter wieder unter sich wären…

Die Costa Smeralda erhielt ihren Namen aufgrund des smaragdgrünen Wassers. Die Küste ist stark zergliedert. Homogen wechseln sich schroffe Felsen mit feinen Sandstränden. An manchen Stellen Blütenweiß. Richtige Hingucker. Das Aussteigerparadies für Schöne und Reiche..

Nach gut 2 Fahrstunden durch das Inselinnere erreichten wir die nördliche Westküste. Dabei bestaunten wir den dichten grünen Bewuchs, der Tafelberge und Hügel überzog. Wildwiesen blühten und roter Klatschmohn begleitete uns entlang der kaum befahrenen Strecke. Castelsadro gehört zweifellos zu den auffälligsten und spektakulärsten Städten Sardiniens. Kein Wunder, dass jeder davon schwärmt! Italienisches Flair, eine charmante Festungsanlage hoch über dem Meer mit herrlicher Aussicht und Bilderbuchmotiven. Am schönsten ist es am Abend, wenn der Touristenandrang abnimmt. Dann färbt sich der Himmel gelbrot und die Strahlen der untergehenden Sonne tauchen die am Felshang klebenden Häuser in mystisches Licht. Ein guter Grund, wiederzukommen…

APRIL 2018 - Frühlingszauber Österreich

Nach der intensiven Vortragszeit mit seinen wochenlangen Vorbereitungen kam ich endlich wieder zum Fotografieren…

„Wo Blumen blühen, lächelt die Welt“ – schrieb einst schon Ralph Waldo Emerson. Inmitten von zarten Kirschblüten und Krokuswiesen keimten nach diesem langen Winter pure Frühlingsgefühle auf. Wärmende Sonnenstrahlen, das Summen von Insekten, Vogelgezwitscher und ländliche Ruhe – was braucht es mehr? Unter tiefblauem Himmel durfte auch die Familie und der Picknickkorb nicht fehlen, um letztlich die Idylle zu perfektionieren. Graz lockte mit einem Kontrastprogramm: das 3tägige Klanglichtfestival. Ein Spektakel mit rund 100 000 Besuchern. Menschenmassen zogen allabendlich durch die Straßen, staunten über spektakuläre Kulissen mit magischen Licht- und Klangmomenten. Umgeben von so vielen Eindrücken, Stimmengewirr, Gedränge und Geschiebe sehnte ich mich aber doch wieder an jene Plätze zurück, die Tage zuvor meiner Seele eine wohltuende Auszeit gönnten …

deenfriwhuitsles

 

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